Jüdische Gemeinde in Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt Deutschland

Die jüdischen Gemeinden in der Diaspora unterscheiden sich erheblich von den jüdischen Gemeinden in Israel. Während in Israel jeder Jude die von ihm gewünschte Gemeinde besucht, so finden sich in Deutschland vor allem sogenannte Einheitsgemeinden. Die Einheitsgemeinden macht aus das sie von Anhängern verschiedener Glaubensrichtungen besucht werden. Hierbei sind als Hauptströmungen des Judenthums die Orthodoxen, die Masorti und die Liberalen Juden zu nennen. Das führt zu einer großen Vielfalt und der Möglichkeit der gegenseitigen Bereicherung in der Gemeinde.

Die Synagoge als Wohnzimmer der Gemeinde



Das Wohnzimmer der jüdischen Gemeinde ist die Synagoge und tatsächlich verhalten sich Juden in ihr auch so als wären sie zu hause. Anderst wie in den christlichen Gemeinden in denen Stille und Andacht vorherrschen, so ist der Gottesdienst in einer Synagoge ein sehr lebendiges Spektakel. Es wird zwischendurch geredet, Kinder springen herum, manche kommen später, manche gehen früher: es herrscht ein buntes Treiben.

An nahezu alle jüdischen Gemeinden ist eine Religionsschule angegliedert, diese bietet neben der Möglichkeit für jüdische Kinder ab der 7. Klasse den schulischen Religionsuntterricht zu ersetzen, auch Möglichkeiten in der Erwachsenenbildung. Hierzu zählen beispielsweise: Hebräischkurse, Geschichtskurse aber auch unterhaltende Angebote wie iraelische Kreistänze. Auch ein Kindergarten und ein Altenheim, gehören in den größeren jüdischen Gemeinden zum Gemeindeleben.

Regelmässig trifft sich die jüdische Gemeinde, nach dem wichtigsten Gottesdienst am Shabat Morgen, zum Kiddush. Beim Kiddusch wird erst zusammen das Tischgebet gesprochen, danach segnen Rabbiner, Gemeindevorstand oder Kantor das rituelle Brot die Challa. Nachdem ein bisschen Salz auf die Challe gestreut wurde und ein bissen Brot verzehrt wurde beginnt das Essen. Hierbei hat man die Möglichkeit sich auszutauschen, Kontakte zu pflegen oder zu knüpfen und für die Gemeinde wichtige Anlässe wie Hochzeiten, Beschneidungen oder eine Bat Mitzwa zu besprechen. Nicht zuletzt dieses schöne zusammen sein macht den Samstags Kiddush zu einer gut besuchten Veranstaltung.



Aber auch die wichtigen jüdischen Feste wie beispielsweise Purim, Channukka, Pessach, Jom Kippur, Simchat Tora werden von der Gemeinde zusammen gefeiert. Besonders erwähnenswert ist das Purim fest welches dem hierzulande gängigem Karneval nahekommt. Am Purimfest verkleidet man sich und in die Gestaltung des Festes ist meist der Kindergarten oder eine Jugendgruppe einbezogen. Sie spielen dann die Esther Geschichte, die den Ausschlag zum Purimfest gab, nach.